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"Musik ist Improvisation"

Was wäre Impro-Theater ohne Musik? Wir leben vom freien Spiel und von der gegenseitigen Inspiration zwischen Publikum, Schauspielern und Musikern. Wir freuen uns, bei fast jeder Show von professionellen Musikern unterstützt zu werden, die natürlich auch... 100% improvisieren.

Insbesondere bei unseren Musikshows und den "ganz großen" Events hauen uns die Musiker regelmäßig weg.

Leider besteht das Ensemble von FGKH "nur" aus Schauspielern, und es gibt keinen festen Ensemble-Musiker. Da sie trotzdem total zu uns gehören, möchten wir sie hier vorstellen. Musik, bitte!

Florian Fenner

Ich bin Flo. Normalerweise spiele ich Musik in einem Duo namens "Flo&Chris"
und covere Musik, was das Zeug hält. Genau deswegen sind die Einsätze für
"Für Garderobe keine Haftung" so spannend für mich. Einfach mal schauen,
was die Szene so braucht und dazu "improvisieren". Dabei verzichte ich
bewusst auf künstliche Effekte und bin immer wieder überrascht, was meine
Gitarre alleine so für Wirkungen erzielen kann: ein Kratzen über die Saite:
Horror! Harmonische Zupfereien: Liebe! Zwei traurige, alleinstehende Töne:
Wüste! Zusammen mit den Impro-Profis von der Garderobe enstehen so die
verrücktesten Geschichten und ich bin stolz, meinen Teil dazu beizutragen.

Moritz Gaudlitz

Vor etwa 2 Jahren hatte ich zum ersten Mal die Ehre zusammen mit dem Improvisationstheater "Für Garderobe keine Haftung " zu spielen. Durch Zufall lernte ich Frederik Malsy kennen, der mich in die Welt der Improvisation entführte.
Auch wenn ich zuvor keinerlei Erfahrungen mit diesem "Genre" hatte, war ich sofort von der Art dieses Spiels begeistert - die Diversität an Möglichkeiten, die gespielten Szenen musikalisch zu untermalen und teilweise zu steuern ist jedesmal wieder eine große und spannende Herausforderung, sowie die Gelegenheit neue Melodien zu erfinden oder diverse musikalische Stile auszuprobieren.

Wäre ich ein Kleidungsstück, dann vielleicht eine Fliege, die wie die Musik dem Schauspiel, dem Anzug das gewisse i-Tüpfelchen verleiht.

 

Marek Herz

Als ich vor 10 Jahren das erste mal als Zuschauer bei FGKH war, war ich sofort begeistert von dieser Art, Theater zu spielen. Bald darauf durfte ich schon gemeinsam mit dem Ensemble auf der Bühne stehen. Ob vor Einem oder Eintausend Zuschauern, ich liebe jede Show. Jeder Auftritt ist anders - so wie die Tage im Leben.
Szenenuntermalung, Soundcollagen, Songs, mal lustig, mal traurig, aber immer spontan und mit der Liebe zum Detail. Manchmal viele Stunden non-Stopp, dann wieder kurz und knackig - diese Vielfalt gibt es nur bei FGKH.
Wenn ich ein Kleidungsstück wäre, dann wohl der Knopf an der Lieblingsjacke - klein und unauffällig, aber er hält alles zusammen ;)

Joe Weis

Neben meiner Auftritte mit FGKH stehe ich als Musiker auch mit Kabarettisten und Coverbands auf der Bühne. Im Gegensatz zu der Musik, die ich mit diesen Ensembles bei ihren festen Programmen spiele, ist Impromusik für mich höchst meditativ: Eine Szene begleiten heißt achtsam sein, vorausdenken und sich gleichzeitig erinnern. Ich spiele Impromusik für den Flow in der Sache - also für die Momente, in denen Timing und Dramaturgie von Schauspiel und Musik sich gegenseitig befeuern und ohne Absprache gemeinsame Anfänge, Höhepunkte und Enden entstehen. Kurze, schlagkräftige Szenen sind beste Etüden für Spontaneität und Wachsein; Langformen hingegen sind Spielplätze für Ausgefallenes und Fantastisches.
Wenn ich ein Kleidungsstück wäre, wäre ich ein selbstgestrickter Schal - bunt, hier und da improvisiert, und mit viel Liebe gemacht.

Tom Wende
Tom Wende, Foto: Carina Jahn
Tom Wende, Foto: Carina Jahn

Improtheater heißt für mich: Pure Magie. Ich unterstütze die Emotionen, die die Schauspieler auf der Bühne entstehen lassen und zaubere die Welt, in der die Szene spielt, in die Köpfe der Zuschauer. Ein magischer Moment entsteht für mich dann, wenn durch das Zusammenspiel von Spiel, Musik und Licht eine Gänsehaut auf dem Rücken des Publikums entsteht, die man von der Bühne aus noch spüren kann. Ich bin der Mann aus der zweiten Reihe. Der Fokus liegt eindeutig bei den Schauspielern, aber haben Sie mal versucht, sich einen Horrorfilm ohne Soundeffekte und Musik vorzustellen? Er wäre wohl nur halb so gruselig. Ein Liebesfilm ohne Musik würde das Herz bestimmt ein Stückchen weniger berühren. Sehr gerne spiele ich auch die Rolle des Bandleaders Horst Schlüter in unserer Impro-Showband.
Wäre ich ein Kleidungsstück, dann wäre ich ein Schnürsenkel. Man könnte einen Schuh auch ohne Schnürsenkel tragen, aber es funktioniert einfach viel besser mit.

Claus Weyrauther

Habt ihr schon mal einen Film angesehen, der ohne Musik ist? Das wäre befremdlich, irgendwie leer. Wenn Musik fehlt oder wenn sie einfach nicht passen will, das fällt auf. Was wäre Star Wars ohne den Imperial March, James Bond ohne seine Titelmelodie, ein Liebesfilm ohne Schmalz-Ballade, ein Horrorfilm, ein Tatort, eine Serie, eine Dokumentation oder Reportage ohne musikalische Akzente ... Wenn man Musik nicht als solche wahrnimmt, dann passt sie doch am besten.
Ach, wir sind gar nicht beim Film?!? Wie gut, denn für Improtheater gilt es mindestens genauso, es wäre ohne Musik nur halb so schön, spannend, interessant und spontan.
Unter anderem deswegen musiziere ich auch so gerne, ich bin gerne Teil dieser wunderbaren Momente; eine Kompositionen, die niemand im Vorhinein kennt, selbst ich nicht. (Ausserdem sehe und höre ich so gerne den Schauspielkollegen zu und beobachte auch leidenschaftlich gerne das Publikum ...)
Wäre ich ein Kleidungsstück, dann vielleicht eine Unterhose; sie passt perfekt, wenn man sie nicht bemerkt aber es fühlt sich komisch an, wenn sie nicht da ist, oder?!?